Zähler und Verbrauch

Ferraris-Zähler am Balkonkraftwerk: alter Stromzähler, Rücklaufsperre erkennen und wann der Tausch kommt

Ilja Ivannikov

Projektleitung und Beratung

· 15 Min. Lesezeit

Ferraris-Zähler Balkonkraftwerk: Drehscheibe eines alten Ferraris-Zählers in Nahaufnahme im Zählerschrank

Was Ihr Balkon im Jahr bringt: in zwei Minuten ausgerechnet.

Ersparnis berechnen

Ein Ferraris-Zähler darf neben einem Balkonkraftwerk weiterlaufen, auch wenn sich seine Scheibe dabei zeitweise rückwärts dreht: Das Gesetz erlaubt den Betrieb mit dem vorhandenen Messgerät, bis der Messstellenbetreiber ihn durch einen Zweirichtungszähler ersetzt. Wir montieren Balkonkraftwerke und melden sie an, im Umkreis von 150 km um Waldshut-Tiengen. Hier lesen Sie, wie der alte Zähler arbeitet, was die Rücklaufsperre ändert, woran Sie sie erkennen, warum ein Magnet keine Lösung ist und wann der Tausch kommt. Stand von Recht und Normen: Oktober 2026.

Ferraris-Zähler

Ferraris-Zähler heißt der klassische Stromzähler mit Drehscheibe, benannt nach dem italienischen Physiker Galileo Ferraris. Hinter dem Sichtfenster dreht sich eine Aluminiumscheibe, darüber läuft ein mechanisches Zählwerk mit Rollenziffern. Die Scheibe wird von zwei Spulen angetrieben, eine reagiert auf die Spannung, eine auf den Strom. Je mehr Leistung durch den Zähler fließt, desto schneller dreht sie sich. Die Zahl der Umdrehungen steht damit für die Menge der bezogenen Energie.

Auf dem Typenschild steht die Zählerkonstante, angegeben in Umdrehungen je Kilowattstunde. Als Beispiel nehmen wir 75 Umdrehungen je kWh an, ein Wert, den Ihr eigenes Schild bestätigen oder korrigieren muss. Bei einem Verbrauch von 1.000 Watt dreht sich die Scheibe dann in einer Stunde 75-mal. Ein roter Markierungsstrich am Scheibenrand hilft beim Zählen.

Der Ferraris-Zähler kennt zunächst nur eine Richtung: Bezug aus dem Netz. Das Zählwerk kennt kein Minus, es läuft mit der Scheibe, vorwärts oder rückwärts. Genau daran hängt die Frage in diesem Ratgeber. Fließt der Strom nämlich nicht mehr nur ins Haus, sondern auch heraus, kehrt die Scheibe ihre Drehrichtung um, sofern der Zähler keine Sperre hat.

Ein Ferraris-Zähler gehört im Regelfall nicht Ihnen, sondern dem Messstellenbetreiber, meist dem örtlichen Netzbetreiber. Er ist verplombt und geeicht. Was die Technik für ein Balkonkraftwerk bedeutet, beschreibt auch der Ratgeber Zweirichtungszähler am Balkonkraftwerk.

Alter Stromzähler

Alter Stromzähler bedeutet in den meisten Haushalten: Ferraris-Zähler, dunkles Gehäuse, Drehscheibe hinter einem Fenster, Rollenziffern ohne Display. Der Gegenpol ist die moderne Messeinrichtung, ein digitaler Zähler mit Anzeige und ohne bewegte Teile. Wer beides nicht sicher unterscheiden kann, schaut auf die Anzeige: Dreht sich etwas, ist es ein Ferraris-Zähler.

Der alte Stromzähler verschwindet nicht über Nacht. Nach § 29 Abs. 3 MsbG stattet der grundzuständige Messstellenbetreiber Messstellen, für die kein intelligentes Messsystem vorgesehen ist, bis zum 31. Dezember 2032 mindestens mit einer modernen Messeinrichtung aus, soweit das wirtschaftlich vertretbar ist. Bei Neubauten und größeren Renovierungen gilt eine frühere Frist, nämlich bis zur Fertigstellung des Gebäudes. Der Tausch ist also ohnehin vorgesehen, mit oder ohne Balkonkraftwerk.

Was ein alter Stromzähler nicht kann, merken Sie spätestens bei Speicher und App. Er hat keine digitale Schnittstelle, an die ein Lesekopf oder ein Messgerät den Verbrauch des Hauses ablesen könnte. Ein Speicher, der abends genau so viel abgeben soll, wie das Haus braucht, muss diesen Verbrauch irgendwo erfahren. Bei einem Ferraris-Zähler geht das nur über ein zusätzliches Messgerät im Zählerschrank, und das setzt eine Elektrofachkraft. Mehr dazu im Ratgeber Smart Meter fürs Balkonkraftwerk.

Zwei Dinge sollten Sie sich vor jedem Gedanken an einen Umbau merken. Erstens wechseln Sie den Zähler nicht selbst, auch nicht „nur kurz“. Zweitens brauchen Sie ihn nicht zu besorgen: Der Messstellenbetreiber bringt das neue Gerät mit. Die Anmeldung der Anlage, aus der der Tausch folgt, übernehmen wir, nachzulesen bei unseren Leistungen.

Ferraris Zähler rückwärts

Ferraris Zähler rückwärts, das passiert, wenn in einem Moment mehr Strom aus dem Haus ins Netz fließt als aus dem Netz ins Haus. Mittags liefern vier Module vielleicht 800 Watt, im Haus laufen nur Kühlschrank und Router mit zusammen 100 Watt. Die übrigen 700 Watt verlassen das Haus durch den Zähler, und die Scheibe dreht sich entgegen der gewohnten Richtung. Abends, wenn die Module nichts mehr liefern, läuft sie wieder vorwärts.

Rechtlich ist das für Steckersolargeräte seit dem Solarpaket I geklärt. Nach § 10a Abs. 3 EEG dürfen Steckersolargeräte an der Entnahmestelle bereits vor dem Einbau einer modernen Messeinrichtung als Zweirichtungszähler oder eines intelligenten Messsystems mit einer vorhandenen Messeinrichtung betrieben werden. Der Rückwärtslauf wird also hingenommen. Er ist kein Verstoß und löst keinen Strafvorwurf aus, solange Sie nichts am Zähler verändern.

Zum Ablauf sagt die Verbraucherzentrale (Stand der Seite: 24.07.2026), dass analoge Zähler mit Drehscheibe durch ein Steckersolargerät rückwärts laufen können. Der Austausch geschehe automatisch und kostenlos durch den zuständigen Messstellenbetreiber, der durch die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur über das Gerät informiert werde. Die Messkosten können bis auf den gesetzlichen Höchstwert von 25 Euro im Jahr steigen.

Eine Gutschrift ergibt sich daraus nicht. Der Zählerstand sinkt zwar, aber das ist ein Nebeneffekt der Messtechnik, kein Anspruch auf Vergütung. Strom, den ein Steckersolargerät ins Netz gibt, wird nicht bezahlt. Außerdem kann der Tausch jederzeit kommen. Rechnen Sie Ihre Ersparnis deshalb nur mit dem Strom, den Sie selbst verbrauchen.

Rücklaufsperre Stromzähler

Rücklaufsperre Stromzähler nennt man eine Vorrichtung im Zähler, die verhindert, dass das Zählwerk rückwärts läuft. Bei einem Ferraris-Zähler ist das meist eine mechanische Sperre am Zählwerk oder an der Scheibe. Fließt Strom hinaus, hält sie die Scheibe an oder sperrt das Zählwerk. Der Zählerstand bleibt dann stehen, statt zu sinken.

Nicht jeder Ferraris-Zähler hat eine solche Sperre, und man sieht es dem Gerät nicht sicher an. Ein Rücklaufsperre Zähler zählt Strom, der hinausfließt, schlicht nicht mit. Warum der Betreiber manche Zähler damit ausgestattet hat und andere nicht, hängt von der Zeit und dem Einbauort ab, dazu können wir nichts Verlässliches sagen.

Für ein Balkonkraftwerk heißt das: Mit Rücklaufsperre läuft die Anlage genauso, nur die Einspeisung wird nicht gezählt. Ihr Zählerstand steigt weiter, aber um den Strom, den Sie wirklich aus dem Netz beziehen. Für die Ersparnis ist das die ehrlichere Variante, denn sie entspricht dem, was die Anlage bringt, und nichts anderem. Ohne Sperre sieht der Zähler optimistischer aus, als es Ihre Stromrechnung auf Dauer hergibt.

Technisch ist beides für das Hausnetz kein Problem. Die Sperre betrifft nur die Zählung, nicht den Betrieb der Module oder des Wechselrichters. Auch ein Speicher läuft an beiden Zählern gleich, nur die Anzeige am Zähler unterscheidet sich.

Stromzähler Rücklaufsperre

Stromzähler Rücklaufsperre, das klingt nach einem Nachweis, den man bräuchte. Für ein Steckersolargerät ist die Sperre aber keine Voraussetzung. Das Gesetz verlangt weder eine, noch verbietet es den Betrieb ohne.

Wichtig wird die Frage an anderer Stelle: bei der Abrechnung. Sinkt der Zählerstand, weil die Module zeitweise mehr liefern, als im Haus gebraucht wird, steht am Jahresende ein niedrigerer Verbrauch auf der Abrechnung. Ist die Anlage im Marktstammdatenregister eingetragen, ist die Ursache klar: Der Messstellenbetreiber erfährt dadurch vom Gerät.

Ein zweiter Fall: Sie ziehen in eine Wohnung mit Zähler, bei dem nicht klar ist, was verbaut ist. Dann fragen Sie den Messstellenbetreiber, nicht den Vormieter und nicht eine Händlerseite. Nennen Sie Zählernummer und Anschrift, und fragen Sie nach der Bauart, ob der Zähler eine Rücklaufsperre hat und wann der Tausch geplant ist. Die Bauart seiner Zähler kennt der Betreiber.

Für die Abrechnung zählt am Ende der Zählerstand, den der Betreiber abliest. Eine Rücklaufsperre ändert daran nichts, sie legt nur fest, in welche Richtung er sich bewegen darf.

Stromzähler Rücklaufsperre erkennen

Stromzähler Rücklaufsperre erkennen, das gelingt von außen nur eingeschränkt, und sicher werden Sie erst durch die Auskunft des Messstellenbetreibers. Es gibt aber ein paar Hinweise, die Sie ohne Werkzeug und ohne Eingriff sammeln.

  1. Typenschild lesen: Notieren Sie Hersteller, Typ und Zählernummer. Manche Zähler tragen ein Zeichen für die Sperre. Händlerseiten beschreiben ein Zahnrad mit Sperrklinke, eine amtliche Liste dazu haben wir nicht gefunden. Das Stromzähler Rücklaufsperre Zeichen ist also nur ein Hinweis.
  2. Drehrichtung beobachten: Schauen Sie mittags bei Sonne auf die Scheibe. Dreht sie sich rückwärts, hat der Zähler keine Sperre. Steht sie still, obwohl die Module liefern, kann eine Sperre greifen. Es kann aber auch sein, dass die Anlage gerade genau den Verbrauch deckt.
  3. Zählerstand notieren: Ein Foto vom Zählerstand morgens und abends zeigt, ob er in einer Sonnenphase sinkt oder konstant bleibt.
  4. Messstellenbetreiber fragen: Er kennt die Bauart seines Geräts und nennt Ihnen auch den geplanten Tausch.

Das alles ist Beobachten, kein Eingriff. Den Zählerschrank öffnen, die Plombe lösen oder den Deckel abnehmen gehört nicht dazu. Das ist Sache des Betreibers und, im Zählerschrank dahinter, einer Elektrofachkraft (§ 13 Abs. 2 NAV).

Ob ein Stromzähler Rücklaufsperre Zeichen trägt, ist demnach nur ein Hinweis, kein Beleg. Auch ein Rücklaufsperre Zähler ist von außen nicht immer eindeutig zu erkennen. Verlassen Sie sich auf die Auskunft Ihres Betreibers.

Stromzähler Rücklaufsperre nachrüsten

Stromzähler Rücklaufsperre nachrüsten, das ist für Balkonkraftwerk-Betreiber meist nicht der richtige Weg. Der Zähler ist verplombt und gehört in aller Regel dem Messstellenbetreiber. Ein Eingriff durch Sie wäre unzulässig, selbst wenn es technisch Sperren zum Einbauen geben sollte. Was in Ihrer Hand liegt, ist die Anfrage beim Betreiber.

Nachrüsten heißt in der Praxis deshalb: Zähler tauschen lassen. Das ist ohnehin der vorgesehene Weg, denn nach § 10a Abs. 2 EEG muss der Messstellenbetreiber die Messstelle eines Steckersolargeräts unverzüglich nach der Aufforderung durch die Bundesnetzagentur an den Netzbetreiber mit einer modernen Messeinrichtung als Zweirichtungszähler oder einem intelligenten Messsystem ausstatten. Er braucht dazu keine Beauftragung von Ihnen. Ein Zweirichtungszähler hat zwei getrennte Zählwerke, eines für Bezug und eines für Lieferung. Er macht das Rücklaufproblem überflüssig.

Wer nicht warten will, spricht den Messstellenbetreiber an und fragt, wann der Tausch geplant ist. Ob er ihn vorziehen kann, entscheidet er. Einen Anspruch auf einen bestimmten Termin sehen wir im Gesetz nicht.

Etwas anderes ist der Zählerschrank. Fehlt dort der Platz für das neue Gerät, ist der Schrank veraltet oder soll ein Messgerät für den Speicher hinein, übernimmt eine Elektrofachkraft die Arbeit. Das lassen Sie von einem eingetragenen Fachbetrieb prüfen, bevor der Betreiber kommt. Wie wir bei Anmeldung und Speicher vorgehen, steht unter Leistungen.

Magnet am Stromzähler

Magnet am Stromzähler: Dazu lesen Sie hier ausdrücklich keine Anleitung, sondern eine Warnung. Im Netz kursiert der Rat, einen Magneten an den Zähler zu halten, damit er weniger zählt oder nicht rückwärts läuft. Wir erklären nicht, wie das ginge, denn es wäre Manipulation.

Die Folgen sind ernst. Wer einen Zähler beeinflusst, um weniger zu bezahlen, kann sich wegen Betrugs nach § 263 StGB strafbar machen, den das Gesetz mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bedroht. Dazu kommen vertragliche Folgen: Der Versorger kann nachberechnen, und wer eine Plombe bricht oder das Gerät beschädigt, riskiert zusätzlich Ärger wegen Sachbeschädigung. Welche Vorschrift im Einzelfall greift, entscheidet ein Gericht.

Der Magnet hilft Ihnen außerdem nicht. Für ein Balkonkraftwerk gibt es nichts zu verbergen: Der Rückwärtslauf wird geduldet, die Anlage steht im Marktstammdatenregister, der Tausch ist ohnehin vorgesehen. Strom, der ins Netz geht, wird sowieso nicht vergütet. Es gäbe also nichts zu gewinnen, aber einiges zu verlieren.

Auch bei einem digitalen Zähler ist jeder Eingriff in das Gerät unzulässig. Wer den Verdacht hat, dass ein Zähler falsch misst, meldet das dem Messstellenbetreiber und lässt prüfen.

Stromzähler Zählwerk zurückdrehen

Stromzähler Zählwerk zurückdrehen steht für den Gedanken, den Zählerstand von Hand zu verändern, etwa um die Abrechnung zu mindern. Auch dazu gibt es hier keine Hinweise, aus demselben Grund wie beim Magneten: Es wäre Manipulation. Das Zählwerk steckt hinter der Plombe, und die gehört dem Betreiber.

Die Frage hat aber einen berechtigten Kern. Viele fragen, ob ein Zählerstand, der durch das Balkonkraftwerk gesunken ist, später zu Problemen führt. Er führt dann dazu, wenn niemand weiß, warum. Deshalb gilt: Melden Sie die Anlage im Marktstammdatenregister an, bewahren Sie den Nachweis auf, und wenn der Versorger oder Betreiber nachfragt, nennen Sie die Anlage. Mehr braucht es nicht.

Bei der Ablesung zum Jahresende notieren Sie schlicht, was auf dem Zähler steht. Beim Tausch wird der Stand des alten Geräts festgehalten. Prüfen Sie die erste Abrechnung nach dem Tausch trotzdem: Vergleichen Sie Anfangs- und Endstand mit Ihrem Foto und fragen Sie bei Abweichungen nach.

Rechenbeispiel: Ferraris-Zähler rückwärts berechnen

Rechenbeispiel: Wie weit sinkt der Zählerstand, wenn die Scheibe zurückläuft, und was bleibt davon als echte Ersparnis? Die Zahlen stammen aus derselben Rechnung wie der Balkonkraftwerk-Rechner und aus den Annahmen unserer anderen Ratgeber: PLZ 79761, Süden, senkrecht am Geländer, kein Schatten, Glas-Glas-Module zu je 485 Wp, Ausgang 800 W, 3.000 kWh Verbrauch, 35 Cent je kWh. Der Akku hat 2,7 kWh, 90 Prozent Wirkungsgrad und 280 volle Ladungen im Jahr. Die meisten unserer Anlagen haben vier Module mit Speicher, deshalb steht dieser Fall dabei. Es sind Richtwerte, Schatten und Tagesablauf verschieben sie.

Zuerst ein einzelner Moment. Die Module liefern 800 Watt, das Haus braucht 100 Watt, 700 Watt gehen ins Netz. In einer Stunde sind das 0,7 Kilowattstunden. Bei den angenommenen 75 Umdrehungen je kWh dreht sich die Scheibe in dieser Stunde rund 53-mal zurück. Über das Jahr summiert sich das so:

AnlageBezug aus dem NetzEinspeisungZählerstand steigt, Ferraris ohne SperreZählerstand steigt, mit SperreErsparnis laut Rechner
2 Module2.524 kWh242 kWh2.282 kWh2.524 kWh166 €
4 Module2.438 kWh705 kWh1.733 kWh2.438 kWh197 €
4 Module + Akku1.758 kWh175 kWh1.583 kWh1.758 kWh435 €

Der Bezug ist der Jahresverbrauch von 3.000 kWh abzüglich der selbst genutzten Menge: 3.000 minus 562 kWh bei vier Modulen. Ohne Sperre zieht der Zähler die Einspeisung davon ab, also 2.438 minus 705. Liest der Betreiber diesen Stand ab, sieht es aus, als hätten Sie 1.267 kWh weniger bezogen als ohne Anlage, bei 35 Cent rund 443 Euro. Die tatsächliche Ersparnis liegt bei 197 Euro.

Der Unterschied von 246 Euro im Jahr ist kein Gewinn. Er ist ein Nebeneffekt der Zählertechnik, den es nur bis zum Tausch gibt, und er ist rechtlich nicht zugesichert. Mit einer Rücklaufsperre oder einem Zweirichtungszähler entspricht der Zählerstand dem echten Bezug, und dann bleibt von der Anlage die Ersparnis aus dem selbst genutzten Strom. Mit Speicher ist sie am größten, weil nur noch 175 kWh abfließen.

Wie wir Ihre Anlage planen und durchrechnen, beschreiben wir bei den Leistungen. Planen Sie mit der rechten Spalte, nicht mit dem, was der Zähler im Übergang vorgaukelt. Was bei Ihrer Anlage herauskommt, hängt von Ausrichtung, Schatten und Verbrauch ab.

Ferraris-Zähler: häufige Fragen

Kann ein Stromzähler rückwärts laufen?

Ja, ein Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre kann rückwärts laufen, sobald mehr Strom aus dem Haus hinaus fließt als hinein. Das geschieht mit einem Balkonkraftwerk mittags, wenn die Module mehr liefern, als Kühlschrank, Router und Standby abnehmen. Bei Steckersolargeräten ist das bis zum Tausch zulässig (§ 10a Abs. 3 EEG). Hat der Zähler eine Sperre, bleibt der Stand stehen. Ein digitaler Zweirichtungszähler zählt Bezug und Lieferung getrennt. Eine Vergütung folgt aus dem Rückwärtslauf nicht, auch wenn der Zählerstand sinkt.

Darf ein Stromzähler nachlaufen?

Ob ein Stromzähler nachlaufen darf, lässt sich so beantworten: Er läuft allenfalls einen Moment nach. Nach dem Abschalten eines Verbrauchers kann sich die Scheibe aus Trägheit noch kurz weiterdrehen, bevor sie stehen bleibt. Läuft sie dagegen dauerhaft weiter, obwohl alle Verbraucher aus sind, stimmt vermutlich etwas nicht. Bedenken Sie vorher die Dauerverbraucher, etwa Router oder Standby, und bei einer Anlage den Eigenverbrauch des Wechselrichters. Bleibt der Verdacht, melden Sie ihn dem Messstellenbetreiber und bitten um Prüfung. Selbst nachstellen oder öffnen dürfen Sie den Zähler nicht.

Warum bleibt der Stromzähler stehen?

Der Stromzähler bleibt stehen, wenn kein Strom aus dem Netz fließt oder wenn eine Rücklaufsperre greift. Deckt das Balkonkraftwerk gerade genau den Bedarf, bezieht das Haus nichts, und die Scheibe ruht. Speist die Anlage mehr ein, als verbraucht wird, hält eine vorhandene Sperre die Scheibe an, statt sie zurückzudrehen. Steht der Zähler dagegen bei laufenden Verbrauchern ohne Sonne und ohne Anlage still, kann er defekt sein. Dann informieren Sie den Messstellenbetreiber, der das Gerät prüft oder tauscht.

Muss ich dem Netzbetreiber melden, dass mein Zähler rückwärts läuft?

Dass Ihr Zähler rückwärts läuft, müssen Sie dem Netzbetreiber nicht gesondert melden. Nach der Verbraucherzentrale (Stand 24.07.2026) wird der Messstellenbetreiber durch die Anmeldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur informiert, also durch den Eintrag im Marktstammdatenregister. Diesen Eintrag müssen Sie binnen eines Monats nach Inbetriebnahme vornehmen. Ein Speicher bekommt einen eigenen Eintrag, und ob für ihn die vereinfachte Anzeige beim Netzbetreiber reicht, klären Sie mit dem Netzbetreiber. Übernimmt das ein Betrieb für Sie, ist der Eintrag Teil seiner Arbeit. Mehr dazu im Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.

Wer bezahlt den Austausch des Ferraris-Zählers?

Den Austausch des Ferraris-Zählers bezahlen Sie nicht einzeln, er ist laut Verbraucherzentrale kostenlos. Das jährliche Messentgelt kann mit einer modernen Messeinrichtung allerdings bis zum gesetzlichen Höchstwert von 25 Euro im Jahr steigen (§ 32 MsbG). Arbeiten im Zählerschrank sind davon getrennt: Muss dort etwas angepasst werden, bezahlen Sie die Elektrofachkraft, die es erledigt.

Balkonkraftwerk mit altem Zähler anmelden lassen: Wir melden Ihre Anlage für Sie an

Balkonkraftwerk mit altem Zähler anmelden lassen, das übernehmen wir. Der Tausch Ihres Ferraris-Zählers folgt aus der Meldung im Marktstammdatenregister: Der Messstellenbetreiber erfährt von der Anlage und stattet die Messstelle aus, sobald die Bundesnetzagentur den Netzbetreiber zur Prüfung der Registerdaten auffordert. Den Zähler tauschen wir nicht, das macht der Betreiber. Arbeiten im Zählerschrank gehören einer Elektrofachkraft.

Das Komplettpaket gibt es ab 2.999 Euro. Enthalten sind Aufmaßtermin, Standortanalyse, Planung mit Wirtschaftlichkeitsberechnung, Module und Speicher nach Ihrem Verbrauch, die Halterung nach Maß aus unserem Metallbau, Lieferung und Montage, die Anmeldung im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber, Einweisung und ein Ansprechpartner danach. Wir verbauen Anker Solix und sagen das offen. Als Module setzen wir seit Oktober 2026 die Solar Fabrik mit 480 Wp ein, Full Black und Glas-Glas. Den Festpreis nennen wir nach dem Aufmaß. Umsatzsteuer fällt nicht an, für Photovoltaik und Speicher an Wohngebäuden gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG.

IKV Energy and Engineering ist ein Einzelunternehmen von Alexander Ivannikov in Waldshut-Tiengen, kein Versandshop. Wir beraten und montieren im Umkreis von 150 km, vor allem am Hochrhein, aber auch von Freiburg bis Stuttgart und an den Bodensee. Einen Termin fragen Sie über unser Anfrageformular an. Haben Sie schon ein Balkonkraftwerk, auch ein fremdes, rüsten wir einen Speicher nach, wie der Ratgeber Speicher nachrüsten zeigt.